16. Oktober 2006
Vergangene Woche entschied ich mich spontan dazu, einen guten alten Freund in Berlin zu besuchen. Also besorgte ich mir über die Mitfahrzentrale eine günstige Möglichkeit, um an die Spree zu gelangen. Leider dauerte es, aufgrund von Staus und Unfällen, eine halbe Ewigkeit, ehe ich in Teltow-Stadt ankam, von wo ich mit der S-Bahn noch eine knappe Stunde bis zu meinem Ziel unterwegs war. Ein kühles Beck’s lies die Anstrengende Fahrt schnell vergessen.
Am selben Abend ging ich mit Lars auf eine kleine, gemütliche Fete, auf der ich seine Mitbewohner und polnischen Wodka kennenlernte. Erstere sind, im Nachhinein betrachtet, wesentlich angenehmer. Später wurde noch eine der vielen Friedrichshainer Kneipen aufgesucht, bevor wir dann gegen 5:00 Uhr den Tag beendeten.
Der nächste Tag begann mit einem ordentlichen Kater, der, mehr oder weniger erfolgreich, mit einer scharfen (!) Pizza Hawaii bekämpft wurde. Um nicht nur die gemütliche WG kennenzulernen, schlug ich vor mal zum Alex(anderplatz) zu fahren. Da ich als Zonenkind noch nie dort war, ich aber die die Weltzeituhr und den Fernsehturm von zahlreichen Dias aus der POS kannte, war es an der Zeit das Alles auch mal “live” zu sehen. Also hin, Fotos machen, im Saturn 2 CDs kaufen und zurück und den Tag ausklingen lassen. Scharfe Pizza bringt nix gegen nen Kater…
Für den Sonntag hatten wir uns vorgenommen den neuen Hauptbahnhof zu besuchen und von dort durch das Regierungsviertel zum Potsdamer Platz zu gehen. Ich muss sagen, ich war beeindruckt: Der Bahnhof, der Reichstag, alles sah richtig gut aus. Die einzige Enttäuschung hielt der Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor für mich bereit: Da steht gar kein großes Bierglas… Frechheit!
Auf dem Weg zum Potsdamer Platz passiert man unter anderem auch das Holocaust Mahnmal. Wir sind mitten zwischen den Stelen hindurch gegangen und es ist sehr bedrückend dort unten. So kontrovers das Mahnmal auch war oder ist. Wer nach Berlin kommt sollte es sich auf jeden Fall ansehen. Es ist imposant und bedrückend zugleich, wenn man in der Mitte der Stelen steht.

Diesmal über die Mitfahrgelegenheit ergatterte ich eine ebensolche und 20:00 Uhr ging es vom Ostbahnhof in Richtung Heimat. Es war ein sehr schönes Wochenende mit vielen Eindrücken und ich möchte mich nochmal bei Lars, Corina, Emanuelle und all den Anderen für ihre Gastfreundschaft bedanken.
Ich konnte auch nicht umhin, ganz tourimäßig ein paar Fotos zu machen, welche es “Im Sucher” zu sehen gibt.